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Eigenkapitalrentabilität

Eigenkapitalrentabilität =  Jahresüberschuss          
     Eigenkapital  

Diese Kennzahl wird auch als Unternehmerrentabilität bezeichnet. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis von Gewinn (Jahresüberschuss) zum Eigenkapital.

 

 

Eigenkapitalquote

Eigenkapitalquote =    Eigenkapital                      
 Gesamtkapital  

Diese Kennziffer zeigt wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist.  Je höher die Eigenkapitalquote, desto höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern. Banken bewerten daher die Bonität eines Unternehmens bei hoher Eigenkapitalquote höher.

 

                               

Verschuldungsgrad                 

Verschuldungsgrad =  Fremdkapital                     
  Eigenkapital  

Der Verschludungsgrad  stellt das Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital dar.   

                          

                           

Liquidität 1. Grades              

Liquidität 1. Grades =            flüssige Mittel                                

 kurzfristige Verbindlichkeiten

Bei der Liquidität 1. Grades werden die flüssigen Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten ins Verhältnis gesetzt. Sie sollte nicht mehr als 5% - 10% betragen, wobei die flüssigen Mittel schnellstmöglich zur Bezahlung der kurzfristigen Verbindlichkeiten verwendet werden sollten, um den Skontoabzug beim Lieferanten vorzunehmen.

                           

                           

Liquidität 2. Grades            

Liquidität 2. Grades =  flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen     

         kurzfristige Verbindlichkeiten

Bei der Liquidität 2. Grades werden die flüssigen Mittel, um die kurzfristigen Forderungen ergänzt und mit den kurzfristigen Verbindlichkeiten ins Verhältnis gesetzt. Die Liquidität 2. Grades gibt an, inwieweit die Forderungen und flüssigen Mittel die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken. Sie sollte zwischen 100% und 120% betragen.  Liegt sie unter 100%, könnte dies ein Hinweis auf einen zu hohen Lagerbestand, aufgrund mangelnden Absatzes, sein.

                           

                           

Liquidität 3.Grades                

Liquidität 3. Grades =   Cash + kurzfristige Forderungen - Vorräte    

 kurzfristige + mittelfristige Verbindlichkeiten

Bei der Liquidität 3. Grades werden die flüssigen Mittel, um die kurzfristigen Forderungen und die Vorräte ergänzt, und mit den kurzfristigen Verbindlichkeiten ins Verhältnis gesetzt. Sie sollte mindestens 200% betragen. Liegt sie darunter, kann es bei der Preisgestaltung bzw. beim Absatz Probleme geben und liegt sie darüber, dann sind im Lager zu viele Produkte, die das Kapital binden. Sollte die Liquidität 3. Grades unter 100% liegen, würde das bedeuten, dass ein Teil des langfristigen Anlagevermögens kurzfristig finanziert worden wäre. Dies verstößt gegen die goldene Bilanzregel: langfristiges Anlagevermögen muss langfristig finanziert werden.

                           

                           

Working Capital            

 

         Working Capital = Umlaufvermögen - kurzfristige Verbindlichkeiten

                           

Das Working Capital ergibt sich, aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Das Ergebnis sollte möglichst positiv sein, was bedeutet dass ein Teil des Umlaufvermögens mit langfristig zur Verfügung stehendem Kapital finanziert wird. Ist das Ergebnis dagegen negativ, bedeutet dies, dass das Umlaufvermögen nicht ausreichend ist um die gesamten kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken. Ein Teil des Anlagevermögens ist damit kurzfristig finanziert. Das Unternehmen kann somit zukünftig schnell in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Je höher das Working Capital ist, desto gesicherter ist die Liquidität und damit auch die Beweglichkeit des Unternehmens.

                           

                           

Deckungsgrad I              

Deckungsgrad I =     Eigenkapital                       
 Anlagevermögen

Der Deckungsgrad 1. Grades gibt darüber Auskunft, inwieweit das Anlagevermögen durch das Eigenkapital gedeckt ist. Langfristiges Vermögen soll auch langfristig finanziert sein (goldene Bilanzregel)! Da zum langfristigen Kapital auch das langfristige Fremdkapital zählt und beim Deckungsgrad I nur das Eigenkapital einbezogen wird, kann der Deckungsgrad I auch unter 100% liegen (Ziel 70 bis 100%). Wird jedoch zum Eigenkapital das langfristige Fremdkapital hinzugerechnet (Deckungsgrad II), sollte die Kennzahl deutlich über 100% liegen (Ziel 110 bis 150%). Je höher der Deckungsgrad II, umso mehr ist das Umlaufvermögen durch langfristiges Kapital finanziert und damit eine höhere finanzielle Stabilität des Unternehmens gegeben.

                           

                           

Deckungsgrad II             

Deckungsgrad II =  Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital          

                 Anlagevermögen

Der Deckungsgrad 2. Grades gibt darüber Auskunft, inwieweit das Anlagevermögen durch langfristiges Kapital (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) gedeckt ist. Langfristiges Vermögen soll auch langfristig finanziert sein (goldene Bilanzregel)! Deshalb sollte der Deckungsgrad II deutlich über 100% liegen (Ziel 110 bis 150%). Je höher der Deckungsgrad II, umso mehr ist das Umlaufvermögen durch langfristiges Kapital finanziert und damit eine höhere finanzielle Stabilität des Unternehmens gegeben. Ein Wert unter 100% deutet auf kurzfristig finanziertes Anlagevermögen und damit auf eine unsichere Vermögenssituation hin.

                           

                           

Deckungsgrad III                     

Deckungsgrad III =  Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital          

         Anlagevermögen + Vorräte

Der Deckungsgrad III gibt darüber Auskunft, inwieweit das Anlagevermögen und die Vorräte durch das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital finanziert werden können.

 

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